Die heimischen Weichkäfer vorgestellt von Frank Dickert

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Die Familie der Weichkäfer - Cantharidae Imhoff, 1856

Weiter Namen

Beschreibung

Der deutsche Name Weichkäfer rührt daher, dass der Körper und die Flügeldecken nur schwach chitinisiert sind. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden sie aufgrund der Tatsache, dass bei einigen Arten die Flügeldecken und das Halsschild rot, blau, gelb oder schwarz gefärbt sind, auch Soldatenkäfer genannt.
Schienen ohne Längskanten, manchmal aber dick und abgeflacht. Tarsen einfach oder mit herzförmig gelapptem 4. Glied. Hinterhüften hängend, aber sehr selten mit ausgebildeten Schenkeldecken. Körper meistens gestreckt und schmal, übrigens sehr mannigfach gebildet. Hinterleib aus sechs bis sieben Sterniten bestehend, letztere von etwas häutiger Substanz.
Die Arten leben meistens räuberisch von anderen Insektenlarven. Manche Arten fressen auch die Jungtriebe von Eichen und Obstbäumen und werden daher als Schädlinge angesehen.
Die fein samtartig behaarten Larven leben am oder im Boden und ernähren sich von kleinen Schnecken und Insektenlarven. Sie überwintern versteckt unter Steinen oder im Bodenstreu (Laub, Moos). Manchmal findet man sie im Winter im Schnee, weshalb man sie auch "Schneewürmer" nennt.

Systematische Einordnung

Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Coleoptera Linnaeus, 1758 - Käfer
Unterordnung: Polyphaga Emery, 1886
Unterstordnung: Elateriformia Crowson, 1960
Überfamilie: Elateroidea Leach, 1815
Familie: Cantharidae Imhoff, 1856 - Weichkäfer

Von den etwa 4.500 beschriebenen Arten die es weltweit gibt sind in Europa 500 und in Deutschland die folgenden 87 Arten, die sich in drei Unterfamilien mit fünf Sippen und zwölf Gattungen gliedern, nachgewiesen:

Unterfamilie Cantharinae Imhoff, 1856

Sippe Cantharini Imhoff, 1856

Sippe Podabrini LeConte, 1881

Unterfamilie Malthininae Kiesenwetter, 1852

Sippe Malthinini Kiesenwetter, 1852

Sippe Malthodini Boeving & Craighead, 1930

Unterfamilie Silinae Mulsant, 1862

Sippe Silini Mulsant, 1862

Verbreitung

Albanien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Jugoslawien, Kroatien, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Weißrussland und Zypern. Neben Europa findet man diese Familie auch in Nordafrika und der östlichen Paläarktis.

Quellen

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