Die heimischen Prachtkäfer vorgestellt von Frank Dickert

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Die Familie der Prachtkäfer - Buprestidae Leach, 1815

Beschreibung

Die Käfer sind zwischen zwei Millimeter und acht Zentimeter groß. Mit bis zu drei Zentimetern ist der Kiefernprachtkäfer (Chalcophora mariana) die größte heimische Art. Den deutschen Namen Prachtkäfer haben sie aufgrund ihrer sehr schönen und oft auch auffälligen Farbenpracht erhalten. Von den verwandten Schnellkäfern (Elateridae) und Schienenkäfern (Eucnemidae) durch den Mangel einer Gelenkhaut zwischen dem letzten und vorletzten Hinterleibsternite und den Bau der Vorderbrust verschieden, welche verhindert, dass sich der Halsschild nach aufwärts und abwärts bewegen kann. Der letztere ist fest an die Flügeldecken angeschlossen. Von den ihnen näher stehenden Hüpfkäfern (Throscidae) durch die vorderen, in der Mitte nicht verwachsenen Hinterleibsternite verschieden.

Die Larven leben im Holze, meist lebender Bäume und in Pflanzenstengeln. Sie sind an dem sehr grossen Kopfe, kleinen Mund und dem langgestreckten schmalen Hinterleib leicht kenntlich. Sie sind fusslos. Bei vielen Agrilus-Arten haben dieselben am Ende des Hinterleibs zwei Hornspitzen.

Systematische Einordnung

Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Coleoptera Linnaeus, 1758 - Käfer
Unterordnung: Polyphaga Emery, 1886
Unterstordnung: Elateriformia Crowson, 1960
Überfamilie: Buprestoidea Leach, 1815
Familie: Buprestidae Leach, 1815 - Prachtkäfer

Von den weltweit etwa 16.000 Arten sind in Europa 436 und in Deutschland die folgenden 98 Arten, die sich in vier Unterfamilien mit 13 Sippen und 21 Gattungen gliedern, nachgewiesen:

Unterfamilie Agrilinae Laporte, 1835

Sippe Agrilini Laporte, 1835

Sippe Aphanisticini Jacquelin du Val, 1863

Sippe Coraebini Bedel, 1921

Sippe Cylindromorphini Portevin, 1931

Sippe Trachini Gory & Laporte, 1839

Unterfamilie Buprestinae Leach, 1815

Sippe Anthaxiini Gory & Laporte, 1839

Sippe Buprestini Leach, 1815

Sippe Chrysochroini Laporte, 1835

Sippe Dicercini Gistel, 1848

Sippe Melanophilini Bedel, 1921

Sippe Psilopterini Lacordaire, 1857

Unterfamilie Chrysobothrinae Gory & Laporte, 1838

Sippe Chrysobothrini Gory & Laporte, 1838

Unterfamilie Polycestinae Lacordaire, 1857

Sippe Acmaeoderini Kerremans, 1893

Verbreitung

Albanien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Jugoslawien, Kroatien, Lettland, Lichtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Moldavien, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Vatikan, Weißrussland und Zypern. Neben Europa findet man diese Familie auch in der Äthiopis, der Australis, im Nahen Osten, der Nearktis, Nordafrika und der östlichen Paläarktis.

Quellen

Seitenhistorie

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