Der Hirschkäfer vorgestellt von Frank Dickert

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Der Hirschkäfer - Lucanus (Lucanus) cervus (Linnaeus, 1758)

Hirschkäfer - Männchen
Männchen

Hirschkäfer - Weibchen
Weibchen

Hirschkäfer - Eier
Eier

Hirschkäfer - Larve
Larve

Hirschkäfer - Larve
Larve

Hirschkäfer - Puppe Männchen
Männliche Puppe

Hirschkäfer - Puppe Weibchen
Weibliche Puppe in geöffneter Puppenkammer

Insekt des Jahres 2012

Name der Erstbeschreibung

Weitere Namen

Systematische Einordnung

Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Coleoptera Linnaeus, 1758 - Käfer
Unterordnung: Polyphaga Emery, 1886
Unterstordnung: Scarabaeiformia Crowson, 1960
Überfamilie: Scarabaeoidea Latreille, 1802
Familie: Lucanidae Latreille, 1804 - Schröter
Unterfamilie: Lucaninae Latreille, 1804
Gattung: Lucanus Scopoli, 1763
Untergattung: Lucanus Scopoli, 1763
Art: Lucanus (Lucanus) cervus (Linnaeus, 1758) - Hirschkäfer

Beschreibung

Der Hirschkäfer ist mit bis zu 80 Millimetern der größte einheimische Käfer.Wobei die Größe sowohl beim Männchen als auch beim Weibchen stark variiert. Das Männchen wird zwischen 30 und 80 Millimeter groß, das Weibchen zwischen 30 und 50 Millimeter. Die Größe des Käfers ist nicht altersabhängig, sondern hängt von der Ernährung während der Larvenzeit ab. Die Flügeldecken und bei den Männchen die Geweihe, die in der Regel dieselbe Farbe haben wie die Flügeldecken, sind dunkel- bis rotbraun. Der Kopf, das Halsschild, die Beine, die Unterseite und die Fühler sind schwarz. Die an der Keule gefiederten Fühler sind gekniet.

Zur Ablage der sieben bis 28 Eier bevorzugt der Hirschkäfer den Wurzelbereich abgestorbener Alteichen. Wichtiger als die Baumart ist jedoch das durch Pilze bewirkte Zersetzungsstadium des Holzes. Nach 14 bis 20 Tagen schlüpfen die Larven. Sie ernähren sich anfangs von Humusteilchen; später von morschem, verpilztem Holz, wobei die Eiche bevorzugt wird. Sie erreicht eine Körperlänge von bis zu elf Zentimetern. Die Entwicklung der Larve dauert, je nach Nahrungsangebot, zwischen drei bis acht Jahren. Im Frühjahr des letzten Jahres verpuppt sich die Larve in der "Puppenwiege /-kammer", die sie etwa 15 bis 20 Zentimeter tief in der Erde baut. Diese Kammer, die aus Erde und Mulm gefertigt wird, ist etwa so groß wie ein Hühnerei und mit Nahrungbrei und Sekreten gefüllt. Nach etwa sechs Wochen schlüpft der Käfer, der von Ende Mai bis September fliegt. Er wird lediglich zwischen 28 und 56 Tage alt.

Den Namen Köhler hat der Käfer dem Umstand zu verdanken, dass seine hohlen Geweihzangen beim Überfliegen eines Feuers in der Abenddämmerung oder Dunkelheit, so stark leuchten, dass es aussieht, als würde er glühende Kohlen tragen.

Von den zwei bekannten Unterarten kommt nur Lucanus (Lucanus) cervus cervus (Linnaeus, 1758) in Deutschland vor. Die zwei Unterarten sind:

Verbreitung

Albanien, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Großbritannien, Iran, Israel, Italien, Jugoslawien, Kasachstan, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Moldavien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Syrien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn und Weißrussland.

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Nach Köhler & Klausnitzer (1998) ist der Hirschkäfer in allen Bundesländern nachgewiesen.

Eigene Nachweise

Datum nächster Ort Messtischblatt TK 25 Bemerkungen
18.05.2023 Schwegenheim 6715 Vogelhaus - 1 Männchen - 1 Weibchen
20.05.2012 Speyer 6616 auf dem Rheindamm - 3 tote Männchen
29.07.2011 Bötzingen am Kaiserstuhl 7912 Vogelsangpass Richtung Eichelspitze - Männchen
04.06.2010 Ottersheim 6715 Waldrand - Weibchen
28.05.2006 Speyer 6716 Insel Horn - Männchen

Bilder

Weitere Bilder des Hirschkäfers finden Sie in der Bildergalerie.

Erstbeschreibung

Linnaeus, C. (1758): Systema naturae per regna tria naturae, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis, Tomus I, Editio decima, reformata, Holmiae, Laurentii Salvii, S. 353

Quellen

Seitenhistorie

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