Die heimischen Zipfelkäfer vorgestellt von Frank Dickert

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Die Familie der Zipfelkäfer - Malachiidae Fleming, 1821

Weiter Namen

Beschreibung

Oberlippe sichtbar. Beine lang und dünn. Kopf und Halsschild glatt, höchstens mit mikroskopischer Grundskulptur, Hinterhüften schräg gestellt. Unter den Vorderwinkeln des Halsschilds und an den Seiten des Bauches mit ausstülpbaren Hautblasen.
Die Larven der Malachiidae stehen denen der Canthariden und noch mehr denen der Dasytinen nahe und sind auch mit den Cleriden einigermassen verwandt. Die Eier werden auf Pflanzen, unter Rinde oder auch an Abraum, je nach der Art, gelegt. Nach zweimaliger Häutung geht die Larve in Überwinterung, im Frühjahre erfolgen abermals zwei Häutungen, und nach der 2. Überwinterung erfolgt im Mai die Verpuppung, die nach etwa 14 Tagen die Imago ergibt.
Die Malachiidae lieben Sonnenschein, Wärme und blumenreiche Wiesen, wo sie in Anzahl anzutreffen sind. Sie sind in allen Entwickelungsstufen Raubtiere, die von kleinen Insektenleben.
Auffällig sind bei den Käfern dieser Familie die ausstülpbaren, blasenartigen Gebilde an den Seiten des Halsschilds und des Hinterleibs, die willkürlich geschwellt und wieder eingezogen werden können. Ihre Ausstülpung scheint wesentlich dadurch bewirkt zu werden, dass das Insekt, sei es durch die Tätigkeit des Rückengefässes, sei es durch Kontraktion des Körpers überhaupt, das im Innern des letzteren frei zirkulierende Blut in jene Hautsäcke hineintreibt.

Systematische Einordnung

Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Coleoptera Linnaeus, 1758 - Käfer
Unterordnung: Polyphaga Emery, 1886
Unterstordnung: Cucujiformia Lameere, 1938
Überfamilie: Cleroidea Latreille, 1802
Familie: Malachiidae Fleming, 1821 - Zipfelkäfer

Von den etwa 3.000 beschriebenen Arten die es weltweit gibt sind in Europa 327 und in Deutschland die folgenden 30 Arten, die sich in eine Unterfamilien mit zwölf Gattungen gliedern, nachgewiesen:

Unterfamilie Malachiinae Fleming, 1821

Verbreitung

Albanien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Jugoslawien, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Weißrussland und Zypern. Neben Europa findet man diese Familie auch im Nahen Osten, in Nordafrika und in der östlichen Paläarktis.

Quellen

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