Die heimischen Erdwanzen vorgestellt von Frank Dickert

Sie befinden sich hier: Die heimische FaunaGewebetiereGliederfüßerSechsfüßerInsektenSchnabelkerfeWanzen → Erdwanzen

Die Familie der Erdwanzen - Cydnidae Billberg, 1820

Beschreibung

Die meist dunkelbraunen oder schwarzen Tiere dieser Familie sind in Europa zwischen drei bis zwölf Millimeter groß und haben einen ovalen, mehr oder weniger gewölbten Körper. Die 5-gliederigen Fühler werden beim Graben unter dem Halsschild verborgen. Bei einigen Arten sind die Vorderbeine als Grabbeine ausgebildet. Die bisher untersuchten Arten sind alle in der Lage Geräusche zu erzeugen. Dazu wird die Zähnchenreihe, die sich auf der Unterseite der vorderen Cubitalader befindet, am Hinterleibsrand entlang gestrichen. Wie schon ihr deutscher Name erahnen lässt, leben die Tiere dieser Familie am Boden oder in den oberen Bodenschichten. Die meisten Arten saugen am Wurzelhals ihrer Wirtspflanzen. Einige leben jedoch auch von tierischen Säften. Die Larven entwickeln sich über fünf Larvenstadien zum erwachsenen Tier (Imago). Die Paarung erfolgt bei dieser Familie erst nach einem Wechselgesang der Geschlechtspartner. Einige Arten betreiben Brutpflege.

Systematische Einordnung

Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Hemiptera Linnaeus, 1758 - Schnabelkerfe
Unterordnung: Heteroptera Latreille, 1810 - Wanzen
Unterstordnung: Pentatomomorpha
Überfamilie: Pentatomoidea Reuter, 1910
Familie: Cydnidae Billberg, 1820 - Erdwanzen

Von den etwa 600 beschriebenen Arten die es weltweit gibt sind in Europa 63 und in Deutschland die folgenden 15 Arten, die sich in zwei Unterfamilien mit drei Sippen und zehn Gattungen gliedern, nachgewiesen:

Unterfamilie Cydninae Billberg, 1820

Sippe Cydnini Billberg, 1820

Sippe Geotomini Wagner, 1963

Unterfamilie Sehirinae Amyot & Serville, 1843

Sippe Sehirini Amyot & Serville, 1843

Verbreitung

Albanien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Jugoslawien, Kroatien, Lettland, Lichtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Moldawien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Weißrussland und Zypern.

Quellen

Seitenhistorie

Sollten Ihnen Fehler oder Links die nicht stimmen auffallen, bitte ich Sie, mich unter der E-Mail-Adresse Webmaster zu informieren. Auch konstruktive Kritik und Anregungen können Sie an diese Adresse senden.

Hier geht´s zum Seitenanfang.

Valid HTML 4.01! Valid CSS!