Die heimischen Sichelwanzen vorgestellt von Frank Dickert

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Die Familie der Sichelwanzen - Nabidae Costa, 1853

Beschreibung

Die Tiere der Familie der Sichelwanzen sind in Europa zwischen fünf bis 11 Millimeter groß. Ihre Färbung variiert von gelb-braun über schwarz-gelb bis schwarz-rot. Der viergliedrige Stechrüssel (Rostrum) ist sichelförmig gebogen. Die vier- oder fünfgliedrigen Fühler sind lang, dünn und nicht gekniet. Die Vorderbeine sind mit mehr oder weniger verdickten Schenkeln als Raubbeine zum Festhalten der Beute ausgebildet. Neben den Facettenaugen, die vorgewölbt sind und in der Mitte des vorgestreckten Kopfs sitzen, sind auch Punktaugen (Ocellen) vorhanden. Die Sichelwanzen leben in allen Entwicklungsstadien räuberisch von Insekten, Milben und Spinnen. Die Eiablage findet mit Hilfe eines Legebohrers in pflanzlichem Gewebe statt. Je nach Art überwintern die ausgewachsenen Tiere oder das Ei. Sichelwanzen besiedeln die verschiedensten Lebnsräume. Man findet sie in Baumkronen, an der Bodenoberfläche, in der Krautschicht und in Gebüschen sowohl in Wäldern als auch auf Wiesen.

Die Familie der Sichelwanzen wurde früher als Unterfamilie der Raubwanzen (Reduviidae) angesehen.

Systematische Einordnung

Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Hemiptera Linnaeus, 1758 - Schnabelkerfe
Unterordnung: Heteroptera Latreille, 1810 - Wanzen
Unterstordnung: Cimicomorpha Leston, Pendergrast & Southwood, 1954
Überfamilie: Cimicoidea Latreille, 1802
Familie: Nabidae Costa, 1853 - Sichelwanzen

Von den etwa 500 beschriebenen Arten die es weltweit gibt sind in Europa 42 und in Deutschland die folgenden 16 Arten, die sich in zwei Unterfamilien mit zwei Sippen und vier Gattungen gliedern, nachgewiesen:

Unterfamilie Nabinae Costa, 1853

Sippe Nabini Costa, 1853

Unterfamilie Prostemmatinae Reuter, 1890

Sippe Prostemmatini Reuter, 1890

Verbreitung

Albanien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Jugoslawien, Kroatien, Lettland, Lichtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Moldawien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Weißrussland und Zypern. Neben Europa findet man diese Familie auch in der Äthiopis, der Nearktis, der Neotropis und in der Orientalis.

Quellen

Seitenhistorie

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