Die heimischen Stachelwanzen vorgestellt von Frank Dickert

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Die Familie der Stachelwanzen - Acanthosomatidae Signoret, 1863

Weitere Namen

Beschreibung

Die oft bunten Tiere dieser Familie sind in Europa zwischen sechs bis 18 Millimeter groß und kräftig gebaut. Die Fühler sind fünfgliedrig, das dreieckige Schildchen (Scutellum) ist etwa halb so groß wie der Hinterleib. Der breiteste Teil des Körpers ist das Halsschild. Der dachförmige Bauch hat einen Mittelkiel. Dieser ist oft nach vorne verlängert; an ihn schließt sich ein Fortsatz der Mittelbrust an. Der lange dünne Rüssel befindet sich in der Ruhestellung auf der linken Seite des Kiels. An jedem Fuß (Tarsus) haben die Stachelwanzen zwei Fußglieder. Die Flügel sind gut entwickelt. Bei den Weibchen befindet sich in einer Tasche der 2. Valviferen ein spezielles Symbiontenübertragungsorgan. Die Übertragung erfolgt während der Eiablage, mit Hilfe der Hinterfüße, auf die Eihüllen an denen die Larven dann nach dem Schlüpfen saugen. Die Stachelwanzen ernähren sich pflanzenfressend (phytophag). Man findet sie oft an beerentragenden Sträuchern, Birken, Erlen und Haselnuss. Bei allen bisher untersuchten Arten hat man festgestellt, dass die Weibchen Brutpflege betreiben. Sie bewachen sowohl die Gelege als auch die Larven während den ersten zwei bis drei Larvenstadien. Danach sterben die Weibchen. Bei dieser Familie überwintert das erwachsenen Tier (Imago).

Systematische Einordnung

Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Hemiptera Linnaeus, 1758 - Schnabelkerfe
Unterordnung: Heteroptera Latreille, 1810 - Wanzen
Unterstordnung: Pentatomomorpha
Überfamilie: Pentatomoidea Reuter, 1910
Familie: Acanthosomatidae Signoret, 1863 - Stachelwanzen

Von den etwa 180 beschriebenen Arten die es weltweit gibt sind in Europa acht und in Deutschland die folgenden sieben Arten, die sich in eine Unterfamilie mit vier Gattungen gliedern, nachgewiesen

Unterfamilie Acanthosomatinae Signoret, 1863

Verbreitung

Albanien, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Jugoslawien, Kroatien, Lettland, Lichtenstein, Litauen, Luxemburg, Mazedonien, Moldawien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Weißrussland und Zypern.

Quellen

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