Der Südliche Blaupfeil vorgestellt von Frank Dickert

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Der Südliche Blaupfeil - Orthetrum brunneum (Fonscolombe, 1837)

Südlicher Blaupfeil
Südlicher Blaupfeil
Orthetrum brunneum (Fonscolombe, 1837)

Name der Erstbeschreibung

Systematische Einordnung

Reich: Animalia Linnaeus, 1758 - Tiere
Unterreich: Eumetazoa Bütschli, 1910 - Gewebetiere
Stamm: Arthropoda Latreille, 1829 - Gliederfüßer
Unterstamm: Hexapoda Blainville, 1816 - Sechsfüßer
Klasse: Insecta Linnaeus, 1758 - Insekten
Ordnung: Odonata Fabricius, 1793 - Libellen
Unterordnung: Anisoptera Selys, 1853 - Großlibellen
Überfamilie: Libelluloidea Rambur, 1842 - Segellibellenartige
Familie: Libellulidae Rambur, 1842 - Segellibellen
Gattung: Orthetrum Selys, 1848 1) - Blaupfeile
Art: Orthetrum brunneum (Fonscolombe, 1837) - Südlicher Blaupfeil

Katalognummer

Jödicke (1992): 63

Beschreibung

Der gesamte Körper des Männchens des Südlichen Blaupfeils ist blau bereift. Nur die Stirn hat weiße Bereiche. Das Weibchen hat eine braungraue Färbung. Sie ist unauffällig gefärbt. Die Stirn ist, im Gegensatz zum Männchen, weiß mit bläulichem Schimmer. Die Körperlänge beträgt zwischen 45 und 50 Millimeter, die Spannweite beträgt zwischen 70 und 76 Millimeter. Der Südliche Blaupfeil fliegt von Juni bis Mitte August an sonnigen, wenig bewachsenen Kleingewässern. Er kommt im Mittelmeerraum und im Süden, in warmen Jahren auch in der Mitte, Deutschlands vor. Die Libelle ernährt sich von kleinen Insekten, die sie von der Ansitzwarte aus entdeckt und im Flug erbeutet.

Die Entwicklungszeit beträgt zwei bis drei Jahre. Die Paarung findet im Flug oder im Sitzen statt und dauert nur wenige Minuten. Danach wirft das Weibchen die Eier im Flug ab, in der Regel ohne Begleitung des Männchens. Die Entwicklung der Eier dauert etwa vier bis fünf Wochen. Die Larven graben sie sich in den Gewässergrund ein. Dort lauern sie solange, bis sie ein geeignetes Beutetier ergreifen können.

Verbreitung

Albanien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Jugoslawien, Kroatien, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Moldavien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn und Zypern.

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Bundesländer
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

nachgewiesen nachgewiesen
Karte: Wikimedia Commons, David Liuzzo

Bundesland   Status   Quelle
Baden-Württemberg   *   Müller & Schorr (2001)
Bayern   *   Müller & Schorr (2001)
Berlin   *   Müller & Schorr (2001)
Brandenburg   *   Müller & Schorr (2001)
Bremen   *   Müller & Schorr (2001)
Hamburg   (E)   Müller & Schorr (2001)
Hessen   *   Müller & Schorr (2001)
Mecklenburg-Vorpommern   *   Müller & Schorr (2001)
Niedersachsen   *   Müller & Schorr (2001)
Nordrhein-Westfalen   *   Müller & Schorr (2001)
Rheinland-Pfalz   *   Müller & Schorr (2001)
Saarland   *   Müller & Schorr (2001)
Sachsen   *   Müller & Schorr (2001)
Sachsen-Anhalt   *   Müller & Schorr (2001)
Schleswig-Holstein   (E)   Müller & Schorr (2001)
Thüringen   *   Müller & Schorr (2001)

Legende:
Es werden folgende Zeithorizonte verwendet:
k.N. keine Nachweise
o für Nachweise nur vor 1945
+ für Nachweise nach 1945 - 1985
* für Nachweise nach 1985
(E) Einzelfund(e) vor 1985

Eigene Nachweise

Datum   nächster Ort   Messtischblatt
TK 25
  Bemerkungen
13.08.2005   Speyer   6815    

Bilder

Weitere Bilder des Südlichen Blaupfeils finden Sie in der Bildergalerie.

Anmerkung:
Als Anmerkungen 1 wird die Abweichung in der Systematik, der Erstbeschreiber der Gattungen in "Die Libellen Baden-Württembergs, Band 1" von der der Fauna Europaea dargestellt.
1) Newmann, 1833

Quellen

Seitenhistorie

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